Gründung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Zürich 2 (GBZ2)

Die Gründung der GBZ2 fand am 18. Februar 1926 statt. Paul Ferdinand Bonnet (Präsident) und Bauführer Jean Berli (Vizepräsident) waren die Gründungsmitglieder. Sie waren der Ansicht, dass in Wollishofen ein Vereinshaus für gesellschaftliche Zwecke sowie günstiger Wohnraum fehlen.

Bauphase 1927 bis 1932

An einer Delegiertenversammlung der Ortsvereine äusserte diese Bedenken hinsichtlich des Vereinshauses. Dies führte zu Projektänderungen und zum Verzicht auf ein Vereinshaus. In fünf Bauetappen baute die GBZ2 schliesslich 148 Wohnungen und 38 Reiheneinfamilienhäuser sowie Ladenlokale, zwei Kindergärten, einen Polizeiposten und eine Badeanstalt mit Sauna und Therapieräumen. Ein öffentliches Bedürfnis für ein solches Bad war vorhanden, weil rund die Hälfte der Wohnungen in Wollishofen in dieser Zeit noch kein Badezimmer hatte.

Die Bauten waren für die damalige Zeit sehr grosszügig gebaut im Stil einer Gartenstadtsiedlung. Alle Mietobjekte wurden mit Zentralheizung und Telefonanschluss versehen, was als sehr fortschrittlich galt. Die damalige Heizung wurde mit 18 Grad Zimmertemperatur und die Küche mit 15 Grad Temperatur ausgelegt.

Vorkriegszeit, 1939 bis 1945 und Nachkriegszeit

Die Vermietung der Reiheneinfamilienhäuser zeigte sich während der Wirtschaftskrise als schwierig, da die Miete für Durchschnittsverdienerinnen und Durchschnittsverdiener kaum erschwinglich war. Aufgrund fehlender Mieteinnahmen und Kapital verharrte der Unterhalt der Mietobjekte auf tiefem Niveau. Wenn Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger sowie Mieterinnen und Mieter eine Renovation wünschten, mussten Sie diese noch bis in die 1970er-Jahre selber finanzieren. Die eine Hälfte konnte über einen Mietzinszuschlag beglichen werden, die andere als Barzahlung. Das hatte die Folge, dass die Mietobjekte einen unterschiedlichen Zustand zeigten.

Grosse Renovationstätigkeiten ab den 1980er-Jahren

Später konnten alle Mietobjekte ohne nennenswerten Unterbruch vermietet werden. Die Wohnungen waren sehr beliebt. Die Folge war, dass in den 1980er-und 1990er-Jahren eine umfangreiche und einheitliche Renovation durchgeführt wurde (neue Küchen, neue Bäder, Fassaden und Dacherneuerung, neue Fensterläden etc.).

Auch nach dem Jahrtausendwechsel wurde viel in die Instandhaltung unserer Liegenschaften investiert. Zu nennen sind beispielsweise Balkonvergrösserungen bei den Mehrfamilienhäusern, wie auch neue Fenster mit Doppel- und teilweiser Dreifachverglasung. Im Weiteren wurden die Küchen komplett modernisiert und mit neuesten Geräten und Mobiliar ausgestattet. Auch eine komplette Neugestaltung der Gartenbeetanlage für das ‘grüne’ Zusammenleben konnte realisiert werden.

Tiefgarage Wachtelstrasse

2011 bis 2012 wurde an der Wachtelstrasse eine Tiefgarage gebaut. Die Öl-/Gasheizung wurde für die 38 Reiheneinfamilienhäuser sowie für die beiden Mehrfamilienhäuser an der Wachelstrasse 14 und 26, durch eine Holzschnitzel-/Gasheizung ersetzt.

Neubau Tannenrauchstrasse 85/87

Im Jahre 2015 konnten in einem Ersatzneubau an der Tannenrauchstrasse 85/87 zeitgemässe Wohnungen im Minergie-Standard mit Lift und Tiefgarage bezogen werden. Die Wohnungen sind sowohl für ältere Mieterinnen und Mieter wie auch für Familien geeignet.

Ersatzheizzentrale Tannenrauchstrasse 101

Für die 19 Mehrfamilienhäusern an der Albis-, Morgental- und Tannenrauchstrasse musste die veraltete, zentrale Oel/Gas Heizung- und Warmwassererzeugung an der Tannenrauchstrasse 101 ersetzt werden.

Im 2020 wurde in den 10 Häuserblocks gemäss neusten Vorschriften zu Umwelt und Energieverbrauch neu Wärmepumpen mit unterstützender Gasheizung für die Abdeckung der Leistungsspitzen installiert. Es wurden zwei Wärmepumpensysteme, je nach geforderter Leistung und zur Verfügung stehendem Platz in den Kellerräumen eingebaut. Es sind dies Luft-/ Wasser Wärmepumpen und Wärmepumpen mit Erdsonden in ca. 320 Meter Tiefe. Durch die Installation der neuen Systeme die pro Häuserblock die Wärme in das bestehende Heizleitungssystem und in das angepasste Warmwassersystem liefern, konnten die langen und teilweise nicht mehr dichten Fernleitungen stillgelegt werden.

Damit diese Installationen und Zentralen neu in den bestehenden Kellerräumen Platz fanden mussten baulich teilweise erhebliche räumliche Anpassungen und Umdispositionen vorgenommen werden. Die Zentralen wurden etappenweise in Betrieb genommen und seit Oktober sind alle Systeme in Betrieb.